Veranstaltungen
Foto: D. Mahler / E.ON Avacon
»Jugend forscht« am Fraunhofer IFF
1. und 2.4.2009 am Fraunhofer IFF, Sandtorstraße 22, Magdeburg
 
Die Jugend forscht Landessieger 2009 aus Sachsen-Anhalt stehen fest
 
Für den 44. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich 13 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Sachsen-Anhalt qualifiziert. Die Landessieger 2009 wurden gestern in Magdeburg ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, der von der E.ON Avacon AG ausgerichtet wurde, präsentierten 61 Teilnehmer insgesamt 37 Forschungsarbeiten.
 
Eine falsche Sitzposition ist oftmals Auslöser von Haltungsschäden – auch bei Schülern. Lisa Neidhardt (15), Vivien Zahn (15) und Pascale Schröder (14) vom Winckelmann-Gymnasium in Stendal entwickelten daher einen ergonomischen Stuhl für die Schule. Er kann flexibel an unterschiedliche Körpergrößen angepasst werden. Die Jungforscher errangen den ersten Preis im Fachgebiet Arbeitswelt. Lisa Neidhardt konnte gemeinsam mit ihren Mitschülern Nora Müller (15) und Alexander Rettkowski (16) auch im Fach Geo- und Raumwissenschaften überzeugen. Die Landessieger präsentierten ein innovatives Nutzungskonzept für ein ehemaliges Flugplatzgelände bei Stendal. Kernstück ihres Entwurfs ist eine Golfanlage, die den ökologischen Lebensraum erhalten und zugleich den Wirtschaftsstandort stärken soll.
 
Stab- und Gespenstschrecken sind echte Tarnungskünstler: Mit ihrer ast- oder blattförmigen Gestalt sind sie perfekt an ihren Lebensraum angepasst. Henry Bote vom Gerhart-Hauptmann-Gymnasium in Wernigerode untersuchte die Entstehung der Tarnfarben und die verschiedenen Abwehrmechanismen der Insekten. Der 16-Jährige wurde mit dem Landessieg in Biologie ausgezeichnet. Im Fachgebiet Chemie belegten Elisabeth Hahn (14) und Anna Victoria Behr (17) vom Elisabeth-Gymnasium Halle den ersten Platz. Die Nachwuchswissenschaftlerinnen entwickelten eine schnelle und effiziente Methode zur Bestimmung des Vitamin C-Gehalts in flüssigen und festen Lebensmitteln.
 
Landessieger im Fach Mathematik/Informatik wurden Patrick Lühne (17) und Christoph Sterz (18) vom Georg-Cantor-Gymnasium Halle. Die beiden Schüler erstellten eine Computersimulation, die Stern- und Galaxiesysteme wie auch mögliche Kollisionen von Himmelskörpern physikalisch genau veranschaulicht. Sebastian Mensch (19) vom Paul-Gerhardt-Gymnasium in Gräfenhainichen konnte sich im Fachgebiet Physik mit einer Arbeit zum sogenannten homogenen Feld durchsetzen. In diesem elektromagnetischen Feld ist die Kraft, die auf einen Körper wirkt, überall gleich groß. Der Jungforscher stellte fest, dass dieses physikalische Phänomen im Schulunterricht nur stark vereinfacht dargestellt wird. Mithilfe einer selbst erstellten Computersimulation lieferte er Aussagen über die wirkliche Beschaffenheit des Feldes.
 
Die Betrachtung von Einzellern unter dem Mikroskop wird insbesondere dadurch erschwert, dass die Lebewesen bei stark vergrößerter Einstellung sehr schnell aus dem Sichtfeld verschwinden. Anton Anders (16) und Sebastian Heerwald (14) vom Paul-Gerhardt-Gymnasium in Gräfenhainichen entwickelten eine neuartige Vorrichtung für Mikroskope, die den Einzeller verfolgt, indem der Objektträger automatisch nachjustiert wird. Die beiden Nachwuchswissenschaftler siegten im Fach Technik.
 
Nach den Landeswettbewerben im März und April findet der 44. Bundeswettbewerb vom 21. bis 24. Mai 2009 in Osnabrück statt. Er wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.