Veranstaltung
Das Fraunhofer IFF in Magdeburg. Foto: Andreas Lander
Lange Nacht der Wissenschaft 2010
05.06.2010 / Magdeburg
 
Veranstalter: Landeshauptstadt Magdeburg, Wissenschaft im Dialog

Während der Langen Nacht der Wissenschaft, am Samstag, den 5. Juni 2010 zeigt das Fraunhofer IFF im Hauptgebäude in der Sandtorstraße 22 folgende Exponate:
 
Roboter hautnah
In der Zukunft sollen Mensch und Roboter direkt nebeneinander arbeiten. Um auf trennende Schutzeinrichtungen verzichten zu können, braucht man neue Sicherheitskonzepte, die garantieren, dass Menschen nicht durch Roboter verletzt werden. Die Robotik-Experten stellen Ihre Technologien zur dynamischen Schutzraumüberwachung vor. Sie zeigen außerdem eine einzigartige künstliche Haut für Roboter. Mit der taktilen Haut können Roboter fühlen, ob sie gerade auf einen Menschen oder ein Hindernis treffen und entsprechend reagieren.
 
Prüfen, ohne anzufassen
Eisenbahnräder sind täglich enormen Belastungen ausgesetzt. Doch wie lassen sich haarfeine Schäden erkennen? Die Fraunhofer-Experten haben ein System entwickelt, dass solche Abnutzungserscheinungen automatisch entdeckt. Die Rädermessmaschine arbeitet völlig berührungslos: Mit optischer 3-D-Messtechnik prüft sie den Verschleiß an Rad und Radsatz. Bisher wurde das noch manuell erledigt. Doch sicher ist sicher - die automatisierte Erfassung ermöglicht dagegen eine umfassende Datenerfassung.
 
Wo bleibt mein Paket?
Das Warten auf das schicke neue Kleidchen oder die brandneue DVD fällt schwer. Angeblich kann man den Weg der Ware im Internet verfolgen, aber wo steckt das Paket denn nun genau? Diese Frage kann heute eigentlich keiner beantworten. Die Logistik-Spezialisten gehen auf Nummer sicher: Ihre High-tech Systemlösungen zielen auf besonders risikoarme Logistik und sicheren Warenverkehr. Lieferungen werden mit modernsten Ortungstechnologien ausgestattet, die die genaueste Lokalisierung ermöglichen.
 
Rapid Prototyping
Jeden Tag kommen neue Produkte auf den Markt. Dabei verwenden die Hersteller oft neue Materialien mit verbesserten Eigenschaften, wie z.B. einer höheren Belastbarkeit. Manchmal werden sogar nachwachsende Rohstoffe dafür eingesetzt. Damit die neuen Materialien auch das halten, was sie versprechen, müssen sie vor der Serienproduktion genau untersucht werden. Die Fraunhofer-Forscher fertigen dazu Rapid-Prototyping Modelle an und testen dabei die Eigenschaften der neuen Werkstoffe.
 
Die Intelligente Hausapotheke
Arzneimittel gibt es in jedem Haushalt. Doch Opas Herzpillen sind keine Bonbons für Kinder. Und wenn das Verfallsdatum überschritten ist, verlieren Tabletten und Co. meist ihre heilende Wirkung. In der Zukunft kann man sich auf die intelligente Hausapotheke verlassen: Sie öffnet sich nur mit dem richtigen elektronischen Schlüssel, auf dem die Zugriffsrechte gespeichert sind. Sie warnt, wenn ein Verfallsdatum überschritten wurde oder etwas fehlt und erinnert an die pünktliche Einnahme der Medizin.
 
Schlaue Pause im Fraunhofer-Kino
Der Geist ist willig, aber die Füße sind müde? Im großen Tagungssaal, zum Kino umgebaut, kann man sich eine »schlaue Pause« gönnen. »Geht doch!« heißt der Film, der die ganze Fraunhofer-Welt und vor allem die Arbeit der Fraunhofer-Forscherinnen und Forscher erklärt. Weil hier die Ideen herkommen, wo andere aufgeben. Damit es am Ende vieler Forschungsprojekte heißt: »Geht doch!«
 
Außerdem zeigt das Fraunhofer IFF auf dem Campus der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Gebäude 15.2. :
 
Energiekonzepte für die Zukunft
Wind, Wasser, Sonne und vor allem Biomasse: Regenerative Energien bergen ein enormes Potenzial. Diese natürlichen Schätze eignen sich hervorragend, um ihre Kräfte effizient und umweltfreundlich in nutzbare Energie umzuwandeln. Sie haben im Vergleich zu fossilen Energieträgern zwei wichtige Vorteile: Sie sind immer wieder verfügbar. Welche Möglichkeiten es gibt, um mit nachwachsenden Rohstoffen Wärme und Strom zu erzeugen, erklären die Prozess- und Anlagentechniker vom Fraunhofer IFF.
 
Virtuelle Welten aus Laserstrahlen
Mit einem Klick in eine andere Stadt? Kein Problem - mit virtueller Realität versetzen Sie die Fraunhofer-Forscher einfach in eine andere Stadt. Es geht auf virtuelle Entdeckungsreise nach Sangerhausen. Moderne Stadtplaner treffen ihre Entscheidungen mit interaktiven Stadtmodellen. Veränderungen im Stadtbild werden sofort sichtbar. Die Industrie dagegen nutzt das 360 Grad Laserlabor für die Fabrikplanung oder den Anlagenbau. Denn neue Produkte und Prozesse entstehen heute im Cyberspace.
 
Ausbildung im Cyberspace
Wie baut man eigentlich einen Großtransformator einer Schaltanlage aus? Facharbeiter müssen oft komplexe Anlagen beherrschen. Künftig sollen sie am virtuellen Modell üben und Routine erlernen. Der PC leitet den Auszubildenden Schritt für Schritt an. Ein Beispiel aus der Praxis ist das interaktive Schulungsszenario, das gemeinsam von Fraunhofer IFF und RWE entwickelt wurde. Am immersiven Ingenieursarbeitsplatz zeigen die Wissenschaftler, wir das virtuell-interaktive Training in 3-D funktioniert.
 
Vermischte Realitäten
Hier treffen Welten aufeinander: Kombiniert man Reales mit virtuellen Elementen spricht man von Mixed Reality, also vermischten Realitäten. Durch eine spezielle Brille bekommt der Werksarbeiter der Zukunft visuelle Hinweise eingeblendet. Diese überlagern dann das Bild, was das Auge auch ohne Brille sieht. Wozu die Industrie das so dringend braucht, erklären die Fraunhofer-Experten. An der Motionbase zeigen sie außerdem, wie man mit einer echten Maschinensteuerung ein virtuelles Modell steuert.
 
Wozu braucht man eigentlich Roboter?
Eine Vorlesung für junge Forscher
Roboter helfen uns am besten dort, wo es für den Menschen zu gefährlich oder zu anstrengend wird. Doch wie sind sie entstanden? Wobei kann uns »Kollege Roboter« im täglichen Leben nützen? In der Industrie, also zum Beispiel in der modernen Produktion bekommen sie dagegen ganz andere Aufgaben. Und wie werden Roboter in der Zukunft aussehen? Prof. Schmucker bringt verschiedene Roboter mit. Egal, ob sie auf zwei oder auf sechs Beinen laufen, sie sind die erklärten Lieblinge der kleinsten Besucher.
 
Mobil mit Elektroautos
Elektroautos sind leise und weniger wartungsintensiv als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Ihr Erfolg steht und fällt mit der Stromversorgung. Lassen sich die Fahrzeuge immer und überall mit regenerativ gewonnenem Ökostrom betanken, steigt die Akzeptanz für die Technik. Ladestationen müssen daher geschickt platziert werden, damit die Stromflitzer problemlos selbst in eine 60 Kilometer entfernte Stadt gelangen. Forscher des Fraunhofer IFF ermitteln die optimalen Standorte für die Ladestationen.
 
Kontakt
 
Anna-Kristina Wassilew M.A.
Telefon +49 391 4090-446
Fax +49 391 4090-93-446